Vereinswechsel zur neuen Saison

Vereinswechsel Saison 14/15 Oskar Wössner

Andras Krenhardt verstärkt TTC Mühringen

Michael Krumtünger zurück in Ottenbronn/Tischtennis im Bezirk Schwarzwald

 

Mit insgesamt 60 Vereinswechseln ist dieses Jahr im Bezirk Schwarzwald eine Rekordzahl zu verzeichnen. Innerhalb des Bezirks wechselten 22 Spieler den Verein, 14 gehen nach außen, von außerhalb kamen 13 Spieler. Erstaunlich, dass es bei neun Clubs keine Veränderung gibt; das sind der SV Glatten, TUS Bad Rippoldsau, SV Mitteltal, TSV Freudenstadt, SF Salzstetten, TTC Birkenfeld, TV Neuenbürg, TV Höfen und TTC Egenhausen.

Die größte Beachtung findet sicherlich der Wechsel von Loßburgs Spitzenspieler Andras Krenhardt zum Verbandsliga-Aufsteiger TTC Mühringen. Nach nunmehr fast 20 Jahren Treue zum Verein sucht die Loßburger Nummer eins noch einmal die Herausforderung in der höchsten Liga Württembergs. Die Mühringer erhoffen sich von diesem Zugang, dass sie als Neuling von Anfang an mit der gefährdeten Zone nichts zu tun haben werden. Frank Bolanz geht dafür in die „Zweite“ zurück, die dann als Aufsteiger in der Bezirksklasse eine gute Rolle spielen könnte.

Für die Loßburger ist Krenhardts Abgang freilich ein harter Schlag. Wie Zugang Jan Schwarzer vom TSV Wasseralfingen die Lücke füllen kann, bleibt abzuwarten. Aber mit Fabian Schiemenz, der nach seinem Auslandsaufenthalt wieder zur Verfügung steht, streben die Loßburger in der Verbandsklasse einen Mittelplatz an. Gleiches gilt für Aufsteiger TTC Ottenbronn, zu dem mit Michael Krumtünger ein Altbekannter zurückkehrt. Er ersetzt Bernd Kirsch, der beruflich bedingt nach Bayern zieht.

Einen Aderlass muss der TV Calmbach verkraften. Die Landesligatruppe bleibt zwar unverändert, aber mit Eduard Oberbüchler und dem TVC-Urgestein Carsten Knöller verlassen zwei Akteure den Verein, die zuletzt Stützen der „Zweiten“ waren. Kaum überrascht zeigt man sich beim TV Oberhaugstett über den Abgang von Jan Teltschik. Die Nummer zwei hat schon ein Jahr lang an seinem Studienort Chemnitz beim DSC Rapid trainiert und so ist es nur logisch, dass er nun dort auch spielt. Für die Oberhaugstetter ist das zwar ein herber Verlust, den sie aber mit Phi Dang oder Gerhard Volz aus der „Zweiten“ kompensieren können.

Der SV Gültlingen rüstet gewaltig auf. Mit Andreas Wunsch vom TSV Kuppingen, den Liebenzellern Aleksandar Aksentijevic und Steffen Graze meldet der Bezirksklassenaufsteiger drei Zugänge, die über reichlich Erfahrung aus höheren Klassen verfügen. Mit Dietmar Strauß, Martin Scheuerle, Herbert Kraut und Bernd Fischer stellen die Gültlinger nun eine Mannschaft, die wohl zum Kreis der Titelfavoriten gerechnet werden muss.

Die Spielerwechsel auf einen Blick

(alter/neuer Verein)

Wechsel aus dem Schwarzwald:

Mario Britvec (TTC Mühringen/TSV Oberboihingen)

Lena Ernst (TTG Unterreichenbach-Dennjächt/TSV Georgii Allianz)

Alexander Friedrich (TT Altburg/SV Deckenpfronn)

Kevin Gamp (VfL Nagold/TTC Ergenzingen)

Simon Gravelschomaker (VfL Stammheim/TTC Köln)

Bernd Kirsch (TTC Ottenbronn/TTC Rugendorf-Bayern)

Markus Klosek (TTG Unterreichenbach-Dennjächt/TV Mosbach)

Tobias Klumpp (MUTTV Bad Liebenzell/SV Weil der Stadt)

Carsten Knöller (TV Calmbach/TTG Kleinsteinbach-Singen)

Nadine Krause (TTC Ottenbronn/SV Weil der Stadt)

Philipp Mäder (TTC Mühlen/TSV Holzmaden)

Manuel Nagel (SF Gechingen/SV Böblingen)

Eduard Oberbüchler (TV Calmbach/TTC Dietlingen)

Jan Teltschik (TV Oberhaugstett/Rapid Chemnitz)

Wechsel innerhalb Schwarzwald:

Alexandar Aksentijevic (MUTTV Bad Liebenzell/SV Gültlingen)

Steffen Becker (TTC Mühringen/SG Empfingen)

Donny Bellengs (SV Gültlingen/SF Emmingen)

Manuel Blessing (TV Calmbach/TTG Unterreichenbach-Dennjächt)

Sebastian Ciesla (WSV Schömberg/TSV Wildbad)

Julia Gilde (SSV Schönmünzach/TTC Mühringen)

Steffen Graze (MUTTV Bad Liebenzell/SV Gültlingen)

Sascha Heidenreich (VfB Cresbach/TTC Mühlen)

Stefan Hellstern (TTC Mühlen/TTC Mühringen)

Günther Kalb (WSV Schömberg/TSV Wildbad)

Peter Koch/SV Baiersbronn/SSV Schönmünzach)

Andras Krenhardt (TTC Loßburg/TTC Mühringen)

Matthias Lang (TSV Altheim/VfB Cresbach)

Yvon Lusseault (SF Gechingen/VfL Nagold)

Mesud Niksic (SV Gültlingen/TV Hirsau)

Patrick Olschewski (TTC Ottenbronn/SF Gechingen)

Fabian Ruoff (TTC Loßburg/TV Dornstetten)

Oskar Seyfried (WSV Schömberg/TSV Wildbad)

Christiane Stein (TTF Althengstett/VfL Stammheim)

Rudi Vollmer (SF Emmingen/TV Ebhausen)

Hans-Georg Weißert (TTC Lützenhardt/TV Ebhausen)

Jörg Wenselau (SSV Schönmünzach/TT Klosterreichenbach)

Wechsel in den Schwarzwald:

Daniel Gerlich (TTC Neuhausen/MUTTV Bad Liebenzell)

Shpresa Haxhillari (SV Böblingen/CVJM Grüntal)

Katharina Huber (TTC Willstätt/SSV Schönmünzach)

Christine Hummel-Mayer (TSV Musberg/TTF Althengstett)

Rolf Jäger (Salamander Kornwestheim/TTC Ottenbronn)

Markus Kieseier (TTF Ispringen/WSV Schömberg)

Andreas Klumpp (FC Puchheim/MUTTV Bad Liebenzell)

Michael Krumtünger (Kieler TTK/TTC Ottenbronn)

David Mehnert (CVJM Unterasbach-Bayern/TV Oberhaugstett)

Stefan Rosenfelder (TV St.Georgen/TTC Loßburg)

Bruno Sawall (Spvgg Stetten/TTF Althengstett)

Jan Schwarzer (TSV Wasseralfingen/TTC Loßburg)

Andreas Wunsch (TSV Kuppingen/SV Gültlingen)

 

Schönmünzacher Damen im Glück

Doch noch Aufstieg in der Verbandsliga

Gehofft und im Stillen damit gerechnet, jetzt steht es so gut wie fest: Die Damen des SSV Schönmünzach steigen als „Zweite“ der Verbandsklasse in die höchste TTVWH-Liga auf. Wie das? Aus der Oberliga steigt keine Mannschaft in die württembergische Verbandsliga ab, damit verbleibt Neckarsulm III als bester Absteiger in der Liga. Dann setzte sich Verbandsliga-Vizemeister TSV Steinheim in der Aufstiegsrelegation gegen die beiden badischen Teams Weinheim-West und Offenburg II durch, so dass die beiden Zweitplatzierten der Verbandsklassen, TSV Steinheim II und SSV Schönmünzach, nach oben rücken.

In Schönmünzach hat man diese Nachricht natürlich mit Freuden aufgenommen. Damit steigen die jungen Damen zum vierten Mal in Folge auf, zweifellos ein Ergebnis der hervorragenden Arbeit von Trainer Andrzej Kaim und Coach Klaus Frey. Nun kommt es in der nächsten Runde mit dem Quartett des TTC Lützenhardt endlich zum Duell, in dem entschieden wird, wer im Bezirk bei den Damen die Nummer eins ist. Dazu sieht man sich in Schönmünzach gut aufgestellt. Mit Katharina Huber vom Oberligisten TV Willstätt als neuer Nummer eins verzeichnet man schließlich einen spielstarken Zugang. Als Nummer drei dieser Truppe, die im übrigen zurückzieht, hat sie zuletzt eine 16:13-Bilanz erzielt. Außerdem ist sie in Schönmünzach keine Unbekannte, denn schon seit längerer Zeit trainiert sie regelmäßig bei den Murgtälern. In der Aufstellung folgen ihr Laura Frey, Nicole Gaiser und Ann-Kathrin Burkowitz, die alle schon Bezirksmeisterinnen waren. Klaus Frey: „Das passt alles. Wir glauben zudem, dass unsere langjährigen Spielerinnen die Umstellung von der Schule in die Berufsausbildung im zweiten Jahr besser packen.“

Der Zugang wirkt sich natürlich auch positiv auf die „Zweite“ aus, denn die hat nun mit Larissa Burkowitz im Spitzenpaarkreuz neben Lena Walkenhorst eine weitere junge Spielerin, die aggressiv nach vorne spielt. Die routinierten Heide Strecker und Tanja Bernhard werden auf den folgenden Positionen verlässliche Größen sein. Zudem stehen die Mädchen Antonia Walkenhorst, Antonia Bernhard und Celine Blum als Jugendersatz bereit. Einziger Wermutstropfen im Schönmünzacher Freudenbecher: Julia Gilde, die sich bei bei den Damen schon mehrfach bewährt hat, will die lange Anfahrt von Hochdorf ins Murgtal nicht mehr auf sich nehmen. Sie wechselt nach Mühringen und trägt dort zusammen mit Hannah Sauter und Annika Hertkorn zur weiteren Verjüngung der Landesligamannschaft bei.

Zunächst bleibt abzuwarten,was sich noch bei den Mannschaftsmeldungen ergibt, die von den Vereinen bis zum 10. Juni vorgenommen werden müssen. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre kann sich da noch einiges tun und mancher Mannschaft der Abstieg erspart bleiben.

Einwurf

Terminwechsel – Wechseltermin!

Erfahrungsgemäß ergeben sich mit den Mannschaftsmeldungen zum 10. Juni noch Veränderungen in den Spielklassen. Durch den Rückzug einiger Teams kommt es oft zu einen Dominoeffekt, der sich bis in unterste Spielklassen auswirkt. Da steigen Absteiger plötzlich nicht ab und Tabellenzweite kommen unverhofft noch zum Aufstieg. Doch allzu oft folgt dem Jubel schnell die Ernüchterung, wenn etwa ehrgeizige Akteure der eigentlichen Absteiger oder am Aufstieg knapp gescheiterten Teams zu diesem Zeitpunkt den Verein schon verlassen und sich einer höher spielenden Mannschaft angeschlossen haben. Da der Wechseltermin verstrichen ist, sind Verstärkungen nicht mehr möglich. Deshalb sind immer wieder Stimmen zu hören, die eine Umkehrung der beiden zukunftsweisenden Termine fordern: Erst die Mannschaftsmeldungen, dann der Wechseltermin! Der unverhoffte Verbleib der Lützenhardter Damen in der Verbandsliga im Vorjahr zeigt die Problematik auf: Sie waren eigentlich schon abgestiegen, blieben dann aber wegen des Rückzugs einer Mannschaft aus einer höheren Spielklasse in der Liga. Mit Klara Misurak spielt bei ihnen bekanntlich die beste Spielerin der Verbandsliga. Hätte sie nach dem eigentlich feststehenden Abstieg den Verein verlassen, sie konnte sich damals vor Anfragen kaum retten, wäre ein Verbleib der Lützenhardterinnen in der Verbandsliga gewiss sinnlos gewesen. Umso schöner ist, dass ihre Treue zur Lützenhardter Truppe belohnt wurde, denn die belegte in der aktuellen Endtabelle einen hervorragenden vierten Platz, vor allem Dank ihrer Spitzenspielerin, die mit nur einer Niederlage wieder Ligabeste war. Die Terminfolge ist indessen vom Verband vorgegeben und da wird sich auf die Schnelle keine Änderung herbeiführen lassen, zumal es auch gute Argumente für die Beibehaltung der bestehenden Regelung gibt.

 

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