Mannschaftsmeldungen

Aktueller Bericht zu den Mannschaftsmeldungen Oskar Wössner

Doppelte Freude bei der TTG Unterreichenbach/Dennjächt
Bezirksteams profitieren von Rückzügen/Tischtennis im Bezirk Schwarzwald

Besonders groß ist die Freude bei der TTG Unterreichenbach/Dennjächt: Dass die Herren als bester Absteiger in der Landesliga bleiben, hatte sich zwar schon abgezeichnet, aber nun ist es nach den Mannschaftsmeldungen amtlich. Spitzenspieler Patrick Becht hielt sich damit nicht lange auf und blickte schon nach vorne: „Klar, der Abgang von Markus Klosek stellt eine Schwächung dar, aber die Liga zeigt ein neues Gesicht und da werden wir natürlich versuchen, uns erneut zu behaupten.“ Indessen herrscht auch im Lager der TTG-Damen eitel Sonnenschein, denn als Vizemeister der Bezirksklasse stieg die Mannschaft durch die Hintertür in die Bezirksliga auf.

Freude pur auch bei den Mühringer Damen: Eigentlich wollten die in der kommenden Landesliga-Runde angreifen, jetzt hat es als Tabellendritter mit dem Aufstieg in die Verbandsklasse geklappt. Mannschaftsführerin Melanie Schmidt sieht der neuen Herausforderung auch zuversichtlich entgegen: „Unsere jungen Spielerinnen werden sich gewiss noch weiter steigern, so dass wir eigentlich einen Mittelplatz schaffen sollten.“ In der Tat: Die 15-jährige Hannah Sauter kommt mit einer 20:6-Bilanz aus der Landesliga, Annika Hertkorn stand ihr nicht viel nach und mit Julia Gilde verstärkt eine junge Spielerin die Truppe. Vereinssprecher Mark Schüle weist ganz nebenbei auf den einmaligen Erfolg des TTC Mühringen hin: „Damit steigt jede Mannschaft unseres Vereins auf.“

In der Landesliga taucht auch wieder der TV Dornstetten auf. Das kommt ziemlich überraschend, denn die Mannschaft hatte sich Mitte der Vorsaison aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Dabei wird es für die Dornstetterinnern darauf ankommen, dass sie mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen zu neuer Stabilität finden.

Vergeblich sucht man dagegen das Quartett von TT Klosterreichenbach in der Bezirksliga. Dazu war aus dem Lager der Murgtälerinnen zu hören:„Mit nur vier Spielerinnen lässt sich einfach keine Runde bestreiten.“ Nun werden die Damen in den Aufstellungen der Männerteams in den unteren Spielklassen geführt. Die Reichenbacher Herren können indessen jubeln, denn sie steigen in die Bezirksklasse auf, obwohl sie in der Relegation gegen Gechingen den kürzeren gezogen hatten und der WSV Schömberg als bester Absteiger in der Kreisliga weitermachen will.

Auch beim SV Glatten lässt man nachträglich die Sektkorken knallen. Als bester Absteiger bleiben die Mannen um Spitzenspieler Ralf Fuchs in der Bezirksliga. Damit haben die Glattener die Chance, sich mit konstanteren Leistungen im zweiten Anlauf in der Liga zu behaupten.

Wo bleibt der MUTTV Bad Liebenzell, der vor Jahresfrist noch die Nummer eins im Bezirk war? Die Liebenzeller haben ihre „Erste“ nach einer Katastrophenrunde in der Landesliga abgemeldet und spielen nun nur noch mit einer Mannschaft in der A-Klasse Calw. Schade! Nun bleibt nur zu hoffen, dass der Club den Weg aus der Talsohle findet und wieder bessere Tage erlebt.

Dominoeffekt bis in untere Kreisklassen
Ressortleiter Wolfgang Schuld darf Glücksbringer spielen

Dieses Jahr hat es in den höheren Spielklassen auffallend viele Zurückziehungen von Mannschaften gegeben. Das führte bei der Zusammensetzung der Klassen zu regelrechten Umwälzungen, denn fast durchgängig sind die Hälfte der Teams neu. Dabei kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass die gewohnte Spielstärke vielleicht nicht mehr so gegeben ist. So steigt bei den Damen neben Verbandsklassenmeister Gärtringen II und Vizemeister Schönmünzach mit Untergröningen auch noch der Drittplatzierte auf. Die zahlreichen Veränderungen in den oberen Klassen brachten für den Ressortleiter Mannschaftssport, Wolfgang Schuld aus Klosterreichenbach, erhebliche Mehrarbeit, bis er die Bezirksspielklassen beisammen hatte. Schließlich wirken sich Änderungen in höheren Spielklassen wie beim Domino nicht selten bis in die untersten Kreisklassen aus. Doch dieses Geschäft erledigt der akribisch arbeitende Reichenbacher gerne, denn schließlich wird er dabei für viele Teams zum Glücksbringer: „Meistens löst es Jubel aus, wenn ich den Mannschaften signalisieren kann, dass sie in der Klasse bleiben oder nachträglich noch aufsteigen. Dieses Jahr profitieren unsere Schwarzwälder besonders von den Veränderungen oben.“ Zudem ist er froh, dass nun alle Spielklassen die Sollstärke von zehn Mannschaften aufweisen.

Ein Musterbeispiel für den Dominoeffekt: Da der MUTTV Bad Liebenzell nicht für die Bezirksliga gemeldet hat, bleibt dem SV Glatten der Abstieg erspart, das wiederum führt nach dem Verzicht von Schömberg zum Aufstieg von TT Klosterreichenbach in die Bezirksklasse, als Folge bleibt dem TSV Freudenstadt der Abstieg aus der Kreisliga erspart, die „Zweite“ der Kreisstädter verbleibt in der A-Klasse. In der B-Klasse Freudenstadt verzichtet Mühlen II auf den Aufstieg und mit Mitteltal II, Cresbach/Waldachtal und Glatten III nehmen drei Mannschaften den Aufstieg aus der C-Klasse Freudenstadt nicht wahr.

Während in der Calwer Kreisliga die Situation nach dem letzten Spieltag Bestand hat, zieht sich Schömberg II aus der A-Klasse zurück. Nagold II will nicht in der Klasse bleiben und macht damit den Weg frei für den TV Ebhausen, der Wochen zuvor auf die Relegation verzichtet hatte. In der Folge bleibt Calmbach V in der B-Klasse und Gechingen III als Verlierer des Relegationsspiels in der C-Klasse.

Kurioses gibt es aus den D-Klassen zu berichten. Aus der Calwer Gruppe wäre Gültlingen III gerne aufgestiegen, muss sich nun aber als einzig verbliebenes Team der letzten Runde mit fünf neu gemeldeten Mannschaften messen. Im Kreis Freudenstadt holte sich die „Zweite“ des FC Untertalheim zum zweiten Mal die Meisterschaft, kann aber nicht aufsteigen, weil sie keine sechs Spieler zusammenbringt.

 

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