Bezirkstag 2014

Bezirkstag 2014

Hermann Hauser übernimmt Geschäftsführung

Versammlung des Tischtennisbezirks Schwarzwald in Cresbach

Ohne spektakuläre Themen ging der diesjährige Bezirkstag in der Cresbacher Sporthalle im Längenhart über die Bühne. Zum eher spontan vorgetragenen Bericht des Vorsitzenden Michael Stark (Altburg) hatten die Vertreter der 38 Tischtennisvereine jedenfalls keine direkten Nachfragen. Bei manchem Zuhörer mag sich gar der Eindruck ergeben haben, dass die Verwaltung des Bezirks von alleine lief. Als Beispiel nannte Stark die Arbeit von Ute Walkenhorst und Jan Armbruster, die mit der entsprechenden PC-Ausstattung bei Turnierleitungen im Verband eine Vorreiterrolle übernommen hätten. Sehr gelassen wurde auch die Nachricht aufgenommen, dass Holger Weitbrecht (Emmingen) wegen beruflicher Veränderungen nicht weiter die Geschäftsstelle leiten könne und diese nun praktisch aufgelöst würde. Mit Kassenwart Hermann Hauser, der nun die Geschäftsführung gewissermaßen als Nebenjob übernimmt, hatte der Vorsitzende eine Lösung parat, die bei den Delegierten auf einhellige Zustimmung stieß. Schließlich ist der Neubulacher ein „alter Hase“, der im Bezirk über viele Jahre schon in verschiedenen Ämtern hervorragende Arbeit geleistet hatte.

Dies bestätigte auch Kassenprüfer Uwe Flik (Althengstett), der von einer professionellen Kassenführung sprach. Hauser hatte zuvor erläutert, wie es erneut zu einem Minderbetrag von 600 Euro gekommen war. Sollte dieser Trend anhalten, müsse im nächsten Jahr über eine Anhebung der Vereinsumlage gesprochen werden.

Ressortleiter Mannschaftssport, Wolfgang Schuld (Klosterreichenbach), appellierte für einen fairen Umgang mit den Klassenspielleitern bei der Lösung von Problemen. Schließlich würde es immer mehr Schwierigkeiten bei der Erstellung der Terminlisten geben, weil bei zunehmenden Wünschen von den Vereinen fast durchweg zu wenig Heimspieltermine angegeben würden.

Nach den Berichten der Bezirksmitarbeiter wurde der Diskussionsbedarf der Anwesenden beim Thema Pokal-Wettbewerbe befriedigt, als es um einen Antrag des TTC Mühringen auf Einführung von Strafen bei Nichtantreten ging. Pokalspielleiter Wolfgang Krause war dieses Jahr bitter aufgestoßen, dass sehr viele Spiele kampflos gewertet wurden und es sogar Absagen zur Endrunde gegeben hatte. Gegner des Antrages nannten als Grund für das Nichtantreten die Furcht der Spieler vor Niederlagen, durch die sie TTR-Punkte verlieren würden, was sich im übrigen auch negativ auf die Teilnehmerzahlen bei den Bezirksmeisterschaften auswirke. Schließlich wurde der Mühringer Antrag bei wenigen Gegenstimmen angenommen. Meldet sich also ein Verein zur Teilnahme am Pokal-Wettbewerb an, steht er in der Pflicht und Nichtantreten wird ebenso geahndet wie in der Punkterunde. Der Pokalspielleiter soll Vorgaben erarbeiten, dass die gelosten Heimvereine ihren Gästen faire Terminvorschläge unterbreiten.

Beim Bezirkstag notiert

Hohen Besuch hatte der Bezirkstag durch das Erscheinen des TTVWH-Ehrenpräsidenten Frank Tartsch (Böblingen), der zuletzt 20 Jahre die Entwicklung des Tischtennissports in Württemberg maßgeblich gestaltet hatte. Er ermunterte die Vereine, ihr Augenmerk verstärkt auf die Nachwuchsförderung zu richten. Dazu gäbe es auch im Bezirk Schwarzwald Beispiele, wie man das anpacken könne. Weiter kündigte er an, dass der vielgerühmte Zelluloidball nun durch einen solchen aus Kunststoff ersetzt würde. Und noch eine Voraussage: „Die Bildung eines Landesverbandes Baden/Württemberg ist vor Jahren gescheitert, aber in Württemberg wird man um eine Reduzierung der Bezirke nicht herumkommen.“

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Klaus Ziefle, Vorsitzender des gastgebenden VfB Cresbach/Waldachtal, bezeichnete in seinem Grußwort Tischtennis als athletischen Sport, der attraktiv sein und bleiben soll. Wie überall stelle sich da das Problem, dass es immer schwieriger würde, genügend geeignete Jugendbetreuer zu finden.

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Als Meister wurden geehrt: Bei den Damen der SSV Schönmünzach II (Bezirksliga), VfL Stammheim (Bezirksklasse) und TTC Mühringen II (Kreisliga), bei den Herren: TTC Mühringen (Verbandsklasse), TTC Ottenbronn (Landesliga), TTC Ottenbronn II (Bezirksklasse), SV Gültlingen und TTC Mühringen II (Kreisligen), TTC Birkenfeld III und TTC Loßburg II (A-Klassen), TSV Hirsau und SV Mitteltal II (B-Klassen), TTC Ottenbronn IV und SV Baiersbronn II (C-Klassen) und TTF Althengstett IV (D-Klasse).

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Vergabe von Veranstaltungen: Kreispokal-Endspiele in Egenhausen oder Gültlingen am 18.12.2014, Rangliste B in Mitteltal am 1.2.2015, Rangliste Damen und Herren in Emmingen am 29.3.2015, Relegationsspiele in Calmbach am 25.4.2015, Bezirkspokalendspiele in Ottenbronn am 26.4.2015, Bezirkstag in Mühringen am 5.6.2015, Bezirksmeisterschaften durch SSV Schönmünzach in Klosterreichenbach am 7./8.11.2015.

Aufgeschnappt

Frank Tartsch zu Beginn seines Grußwortes: „Mit Michael Stark habe ich vereinbart, dass ich jetzt eine Stunde reden darf.“ (Konter von Stark: „Eine knappe Stunde!“). Weiter Tartsch zur Erhöhung der Vereinsumlage: „Insgesamt sind wir zu preiswert. Deshalb bin ich immer für eine moderate Erhöhung.“ Und zum Kunststoffball: „Die Spitzenspieler spüren zwar den Unterschied zum herkömmlichen Ball, aber die Spieler in den unteren Klassen werden da nichts wahrnehmen.“

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Michael Stark zum neuen Kunststoffball: „Den haben wir mit einem ernüchternden Ergebnis getestet. Nach vier Schmetterschlägen war er kaputt und bei 2.50 Euro pro Ball fiel die anschließende Hochrechnung ernüchternd aus.“ Ganz einfach war seine Erklärung, warum einige Urkunden nicht übergeben werden konnten: „Die Urkunden lagen zu Hause neben meinem Koffer. Den Koffer habe ich dabei, . . .“

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Kassenwart Hermann Hauser: „Die Strafen wegen Nichtantretens von Mannschaften schlagen ordentlich zu Buche und tun der Bezirkskasse gut, aber nicht unserem Sport. Fast könnte meinen, dass Tischtennisspielen eine Strafe ist.“

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Mühringens Jan Schmidt als Spielleiter der B-Klasse: „Nach dem hohen Sieg im Spitzenspiel gegen Mitteltal II lobten sich die Akteure unserer Dritten ob ihrer genialen Strategie, den Gegner mit einer geänderten Doppelaufstellung überrascht zu haben. Nach der Kontrolle des Spielberichtes musste ich dann meinen Kameraden mitteilen, dass sie wegen einer falschen Doppelaufstellung das Spiel mit 0:9 verloren gewertet bekämen. Damit war die Meisterschaft weg und die Feier abrupt beendet.“

 

 

 

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