Wolfgang Sailer

Wolfgang Sailer, 12.4.1948 – 14.4.2003

Als Wolfgang Sailer im Frühjahr 2003 verstarb, hinterließ er im Bezirk Schwarzwald eine nur schwer zu schließende Lücke. Seit 1975 war er als Schriftführer eigentlich Geschäftsführer, der alle notwendigen Verwaltungsarbeiten nicht nur akkurat vorbereitete sondern meist auch gleich erledigte. So zeichnete er alle Ausschusssitzungen, Bezirks- und Kreistage auf und brachte dies dann zu Papier, verwaltete die Termine, erleichterte durch umfangreiche Vorarbeiten den Klassenspielleitern ihre Aufgabe, entwarf Formulare und bereitete alle Sitzungen akribisch vor. Es schien vielen unvorstellbar, wie die Bezirksverwaltung ohne ihn funktionieren könnte. Eine Führungsposition im Bezirk hat er nie angestrebt, denn als zuverlässiger Zuarbeiter fühlte er sich wohl. Als das PC-Zeitalter begann, befasste er sich mit dem neuen Medium und führte dieses schließlich in der Bezirksverwaltung ein. Seit Ende der 70er-Jahre war er in der TTG Unterreichenbach/Dennjächt zwei Jahre stellvertretender Vorsitzender, acht Jahre Vorsitzender und 13 Jahre Kassier. Die Kassen der Arbeiterwohlfahrt und eines Kegelclubs führte er erheblich länger. Sein Arbeitszimmer mit vier Wänden voll Ordnern, zwei Schreibtischen, drei PCs und vier Bildschirmen war sein Reich, in dem er sich wohl fühlte. Wolfgang Sailer gehörte zu den Stillen im Lande, mit dem man nie hätte Streit bekommen können. Mit seinem Handeln in den letzten Lebensmonaten zeigte er wahre Größe. Als ihm bewusst war, dass er die heimtückische Krankheit nicht würde besiegen können, brachte er in mehreren Etappen die wichtigsten Unterlagen des Bezirks zu Hermann Hauser und führte diesen peu-à-peu in die Geschäfte ein. Wenn sich der Bezirk also heute einer mustergültigen Verwaltung rühmen kann, dann hat dazu Wolfgang Sailer die Grundlagen geschaffen. Das ist nicht vergessen! In guter Erinnerung behalten wir ihn aber auch als untadeligen Sportsmann und Mensch.

 

Oskar Wössner

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